CHRONOMETER

Eine genau gehende, hochwertige Uhr wird umgangssprachlich häufig als Chronometer bezeichnet.

Die geschützte Bezeichnung Chronometer darf aber offiziell nur dann für eine Uhr verwendet werden, wenn diese von einem Observatorium oder einer offiziellen Prüfstelle in einem besonderen Messverfahren getestet wurde und den Testkriterien entsprach.

In der ISO-Norm 3159 wird bestimmt, dass eine neutrale Stelle prüfen muss, ob ein bestimmtes Uhrwerk die Eigenschaften eines Chronometers aufweist. Bei bestandener Chronometerprüfung stellt die Kontrollstelle ein offizielles Zeugnis (Qualitätszertifikat) aus.

In der Schweiz vergibt seit 1973 die „Contrôle officiel suisse des chronomètres“, kurz COSC, die offizielle Schweizer Kontrollstelle für Chronometer, diese Qualitätszertifikate.

In Deutschland gibt es seit 2006 als Außenstelle des Deutschen Kalibrierdienstes (DKD) in der Sternwarte Glashütte i/SA eine Prüfstelle für Chronometer.

Für mechanische Uhren entsprechen die in Glashütte der Prüfung zu Grunde liegenden Grenzwerte nach DIN 8319 den von der COSC herangezogenen ISO-Werten.

Da jede mechanische Uhr im Laufe der Zeit ihren Gang geringfügig ändert, ist zu beachten, dass die Gangeigenschaften eines geprüften Uhrwerks jedoch nur für den Zeitraum der Chronometerprüfung dokumentiert sind.

Siehe auch unter CHRONOMETERPRÜFUNG.