Taucheruhren - Uhren für Hobbysportler und Profis

Was ist eine Taucheruhr? Wozu wurden Taucheruhren entwickelt? Wann und wie ging die Entwicklung von Taucheruhren vor sich?

Eine wasserdichte und druckfeste Armbanduhr wird als Taucheruhr bezeichnet. Der Druck, dem eine solche Uhr standhält, wird in bar oder atm angeführt. Diese Angabe besagt, dass die Uhr, in dem durch DIN 8310 geregelten Prüfverfahren, dem entsprechenden Prüfdruck ausgesetzt wurde. Früher zulässige Meterangaben (z. B. 30 m oder 100 Meter) in Verbindung mit dem Begriff „wasserdicht“ bedeuten nicht, dass so gekennzeichnete Uhren bis zu den, den jeweiligen Angaben entsprechenden, Tiefen getragen werden dürfen. Eine solche Angabe drückt ausschließlich den Prüfdruck in Metern Wassersäule aus, dem die Uhr standhalten muss. Es ist nämlich zu berücksichtigen, dass der auf eine Armbanduhr wirkende Wasserdruck durch Bewegungen, wie sie beispielsweise beim Schwimmen oder Tauchen ausgeführt werden, ansteigt und somit höher ist, als es die Eintauchtiefe vermuten lässt.

Bei normalem Gebrauch unter Bedingungen, bei denen Wasserdruck und Temperatur nicht erheblich variieren, eignet sich eine Armbanduhr, die einem Prüfdruck von 20 bar standhält, bereits zum Tauchen ohne Sauerstoffgerät. Daher tragen Taucheruhren Druckangaben von 20 oder mehr bar, wobei ein bar ungefähr dem Druck einer angenommenen Wassersäule von 10 Metern Höhe entspricht (1 bar ≈ 1 atm).

Darüber hinaus verfügt eine Taucheruhr meistens über eine einrastende und aus Sicherheitsgründen nur gegen den Uhrzeigersinn drehbare Lünette. Dem Einsatzzweck entsprechend werden Uhrbänder aus Edelstahl, Kautschuk oder ähnlichen wasserfesten Materialien verwendet. Manche Bänder erlauben es, die Taucheruhr auch über einem Neoprenanzug zu tragen.

Einige Modelle aus der Palette der Taucheruhren, die für den Einsatz unter extremen Bedingungen konstruiert wurden, besitzen Heliumventile. Diese sind Sicherheitsventile, durch die das Helium bei der Dekompression aus dem Uhrgehäuse entweichen kann.

Im Rückblick betrachtet stellt der Wunsch, das Uhrwerk einer Uhr vor schädlichen Umwelteinflüssen zu schützen, den Beginn der Entwicklung von Taucheruhren dar. Obwohl es gegen Ende des 19. Jahrhunderts bereits Versuche gab, Taschenuhren mit komplett abgeschlossen Gehäusen herzustellen, entstand erst bei den Armbanduhren ein wirkliches Bedürfnis nach dichten Uhren. Das Uhrglas, das Gehäuse und die Krone stellten sich rasch als die Problemzonen beim Abdichten einer Armbanduhr heraus.

Der sichere Abschluss zwischen Glas und Gehäuse wurde mit runden Gläsern, die Temperaturunterschiede aushielten, erreicht. Hinsichtlich des Gehäuses kristallisierte sich der direkt an das Gehäuse geschraubte Boden als die beste Variante heraus.

Das größte Problem stellte die Abdichtung der Krone dar, da diese beim Aufziehen und Zeigerstellen ständig bewegt werden musste. Den hier entscheidenden Schritt setzte Rolex, mit der 1926 zum Patent angemeldeten verschraubten Krone. Die Präsentation der Armbanduhr mit automatischem Rotoraufzug im Jahre 1931 durch Hans Wilsdorf, den Inhaber der Firma Rolex, war der nächste Meilenstein in der Entwicklung der Taucheruhr. Die verschraubte Krone musste nun nicht mehr täglich gelöst werden, um die Uhr aufzuziehen. Die Oyster Perpetual kam auf den Markt.

Die Sonderentwicklung der Taucheruhr begann so richtig 1953 mit der Rolex Submariner, die bis 100 Meter wasserdicht war und bis heute als Synonym für die Taucheruhr gilt. Seit damals werden Taucheruhren von vielen Herstellern produziert und mit bei Dunkelheit, die mit der Tauchtiefe zunimmt, besonders gut ablesbaren Zifferblättern und Zeigern ausgestattet.

Was ist eine Taucheruhr? Wozu wurden Taucheruhren entwickelt? Wann und wie ging die Entwicklung von Taucheruhren vor sich?

Eine wasserdichte und druckfeste Armbanduhr wird als Taucheruhr bezeichnet. Der Druck, dem eine solche Uhr standhält, wird in bar oder atm angeführt. Diese Angabe besagt, dass die Uhr, in dem durch DIN 8310 geregelten Prüfverfahren, dem entsprechenden Prüfdruck ausgesetzt wurde. Früher zulässige Meterangaben (z. B. 30 m oder 100 Meter) in Verbindung mit dem Begriff „wasserdicht“ bedeuten nicht, dass so gekennzeichnete Uhren bis zu den, den jeweiligen Angaben entsprechenden, Tiefen getragen werden dürfen. Eine solche Angabe drückt ausschließlich den Prüfdruck in Metern Wassersäule aus, dem die Uhr standhalten muss. Es ist nämlich zu berücksichtigen, dass der auf eine Armbanduhr wirkende Wasserdruck durch Bewegungen, wie sie beispielsweise beim Schwimmen oder Tauchen ausgeführt werden, ansteigt und somit höher ist, als es die Eintauchtiefe vermuten lässt.

Bei normalem Gebrauch unter Bedingungen, bei denen Wasserdruck und Temperatur nicht erheblich variieren, eignet sich eine Armbanduhr, die einem Prüfdruck von 20 bar standhält, bereits zum Tauchen ohne Sauerstoffgerät. Daher tragen Taucheruhren Druckangaben von 20 oder mehr bar, wobei ein bar ungefähr dem Druck einer angenommenen Wassersäule von 10 Metern Höhe entspricht (1 bar ≈ 1 atm).

Darüber hinaus verfügt eine Taucheruhr meistens über eine einrastende und aus Sicherheitsgründen nur gegen den Uhrzeigersinn drehbare Lünette. Deren deutliche Markierung ist vor einem Tauchgang auf die Position des Minutenzeigers zu stellen, sodass die vergangene Tauchzeit an der Teilung der Lünette abgelesen werden kann. Da der Taucherdrehring nur gegen den Uhrzeigersinn drehbar ist, bewirkt ein versehentliches Verdrehen nur eine Verkürzung der verbleibenden Zeit unter Wasser und stellt somit kein Sicherheitsrisiko dar.

Taucheruhren werden ihrem Einsatzzweck entsprechend mit Uhrbändern aus Edelstahl, Kautschuk oder ähnlichen wasserfesten Materialien ausgestattet. Manche Bänder erlauben es, die Taucheruhr auch über einem Neoprenanzug zu tragen.

Einige Modelle aus der Palette der Taucheruhren, die für den Einsatz unter extremen Bedingungen konstruiert wurden, besitzen Heliumventile. Diese sind Sicherheitsventile, durch die das Helium bei der Dekompression aus dem Uhrgehäuse entweichen kann.

Erläuterung: In der Regel finden normale Tauchaktivitäten in Tiefen bis zu rund 35 Metern statt. Tauchgänge in größeren Tiefen erfolgen unter Zuhilfenahme von Trockentaucheranzügen oder Taucherglocken. Um den toxischen Anteil der Atemluft, der beim Tauchen in diesen Tiefen in Folge des hohen Drucks entsteht, zu vermeiden, wird der Luft in der Taucherglocke (Druckbehälter) ein großer Anteil Helium beigemischt. Unter hohem Luftdruck dringen die extrem kleinen Heliumatome in die Taucheruhr durch deren Dichtungen ein, bis der Druck in der Uhr ihrem Umgebungsdruck gleicht. Wird die Druckbehälter wieder zur Oberfläche gebracht, so normalisiert sich der Luftdruck wieder, wobei jedoch das in der Uhr befindliche Helium nicht schnell genug durch deren Dichtungen entweichen kann. Der in der Uhr befindliche Überdruck führt dann während der Dekompression zum Abplatzen des Uhrglases, sofern kein Heliumventil für ein rasches Entweichen des Überdrucks sorgt.

Im Rückblick betrachtet stellt der Wunsch, das Uhrwerk einer Uhr vor schädlichen Umwelteinflüssen zu schützen, den Beginn der Entwicklung von Taucheruhren dar. Obwohl es gegen Ende des 19. Jahrhunderts bereits Versuche gab, Taschenuhren mit komplett abgeschlossen Gehäusen herzustellen, entstand erst bei den Armbanduhren ein wirkliches Bedürfnis nach dichten Uhren. Das Uhrglas, das Gehäuse und die Krone stellten sich rasch als die Problemzonen beim Abdichten einer Armbanduhr heraus.

Der sichere Abschluss zwischen Glas und Gehäuse war bei rechteckigen Gläsern schwieriger zu erreichen als bei runden. Auch mussten erst besondere Gläser entwickelt werden, die Temperaturunterschiede aushielten.

Hinsichtlich des Gehäuses stellten sich Lösungen, bei denen der Mittelteil und der Boden aus einem Stück bestanden, als nicht sehr servicefreundlich heraus. Der direkt an das Gehäuse geschraubte Boden kristallisierte sich als die beste Variante heraus.

Das größte Problem stellte die Abdichtung der Krone dar, da diese beim Aufziehen und Zeigerstellen ständig bewegt werden musste. Mitte der 1920er-Jahre tauchten die ersten Modelle mit Kronendichtungen auf. Den entscheidenden Schritt setzte aber Rolex, mit der 1926 zum Patent angemeldeten Abdichtung der Kronenpartie, der verschraubten Krone. 1927 durchschwamm die Engländerin Mercedes Gleitze, begleitet von einer Rolex Oyster, beinahe den Ärmelkanal.

Die Präsentation der Armbanduhr mit automatischem Rotoraufzug im Jahre 1931 durch Hans Wilsdorf, den Inhaber der Firma Rolex, war der nächste Meilenstein in der Entwicklung der Taucheruhr. Die verschraubte Krone musste nun nicht mehr täglich gelöst werden, um die Uhr aufzuziehen. Die Oyster Perpetual kam auf den Markt.

Panerai „Radiomir“ aus dem Jahr 1936 mit „California“-Zifferblatt

Uhren Köck Uhrenlexikon Bild Taucheruhren 1 Panerai© Wikimedia/Piero7 (gemeinfrei)

Die Sonderentwicklung der Taucheruhr begann so richtig 1953 mit der Rolex Submariner, die bis 100 Meter wasserdicht war und bis heute als Synonym für die Taucheruhr gilt. Sowohl dieses Modell als auch die Blancpain Fifty Fathoms waren die ersten ihrer Art, die jeweils über eine drehbare Taucherlünette verfügten. Die allem Anschein nach ersten bis 100 bar (1000 Meter) druckfesten Taucheruhren wurden von Jenny (Modell Caribbean 1000) und Sandoz im Jahr 1964 der Öffentlichkeit vorgestellt. Die vermutlich erste Taucheruhr, die ein Heliumventil hatte, kam 1969 auf den Markt und war die Doxa Sub 300 T Conquistador. Sie war wahrscheinlich eine gemeinsame Entwicklung von Doxa und Rolex, denn Rolex hatte sich das Heliumventil bereits am 6. 11. 1967 patentieren lassen.

Seit damals werden Taucheruhren von vielen Herstellern produziert und mit bei Dunkelheit, die mit der Tauchtiefe zunimmt, besonders gut ablesbaren Zifferblättern und Zeigern ausgestattet.

Einsatzuhr Laco Ocean, wasserdicht bis 100 ATM (1000 Meter) mit Heliumventil

Uhren Köck Uhrenlexikon Bild Taucheruhren 2 Laco Ocean© Laco Uhrenmanufaktur GmbH

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